Volumentarife (UMTS) fürs mobile Internet
Bei einem Volumentarif (UMTS oder anderer Datenstandard) wird nach einem vorgegebenen Datenvolumen abgerechnet. Zum Datenvolumen zählt sämtlicher Datenverkehr, der beim Aufrufen einer Website, dem Download einer Datei, dem Versenden einer E-Mail, dem Telefonieren via Internet oder auch dem Chatten mit einem Instant Messenger entsteht.
Mobiles Internet wird beim Volumentarif nach Traffic abgerechnet
Wird der vorgegebene Datenverbrauch eines UMTS-Volumentarifs in einem Monat überschritten, wird oft jedes weitere Megabyte - manchmal auch Gigabyte - dem Kunden in Rechnung gestellt. Um böse Überraschungen am Ende des Monats zu vermeiden, empfehlt sich die Verwendung eines Traffic-Tools. Mit einem solchen Tool kann der Traffic bytegenau in einem bestimmten Zeitraum angezeigt werden. Bei Überschreiten einer zuvor eingegebenen Volumenmenge wird der Nutzer dann automatisch benachrichtigt, so dass er sein Surfverhalten zeitig anpassen kann.
Denn ob Sie es glauben oder nicht: Auch beim mobilen Internet sind 3 oder 5 Gigabyte Traffic mitunter schnell verbraucht - vor allem dann, wenn man die UMTS-Karte oder den Surfstick als DSL-Ersatz nutzt.
UMTS-Volumentarife sind wohl die älteste Form der Abrechnung für die Nutzung des mobilen Internets; auch in der DSL-Branche war der DSL-Volumentarif anfangs beliebt und weit verbreitet. Bei einem Volumentarif ist es so, dass man einen Tarif bucht, in dem ein bestimmtes Datentransfer-Volumen enthalten ist. Dadurch hat dieses Tarifmodell auch den Namen Volumentarif bekommen. Mit dem mobilen Internet und dem Datenübertragungsstandard UMTS gewinnt das Modell des Volumentarifs gerade wieder an Bedeutung.
Mobiles Internet mit Volumentarifen
Das Prinzip ist ähnlich dem der Mobilfunkverträge, in denen im Grundpreis bereits einige Minuten oder SMS inklusive sind. Nach diesem Prinzip sind auch die UMTS Volumentarife aufgebaut. Die Tarife eignen sich besonders gut für jene Nutzer, die in der Regel schon wissen, wie ihre mobile Internetnutzung via UMTS (oder auch EDGE, etwa beim iPhone der zweiten Generation) entwickeln wird. So muss der Kunde nur einen festen Grundpreis zahlen, in dem bereits ein gewisses Volumen an Datentransfer enthalten ist.
Die Volumentarife werden dabei von 25 MB bis zu 5 GB angeboten. Tarife ab 5 GB werden mitunter schon als Flatrate bezeichnet - was nicht ganz unkorrekt, aber freilich irreführend ist. Denn nach Verbrauch von 5 GB Datenvolumen kann man zwar unendlich lange weitersurfen, doch mit reduzierter Geschwindigkeit - meist auf GPRS- oder EDGE-Standard.
Bei Volumentarifen kann Mehrverbrauch zur Kostenfalle werden
Durch diese großen Unterschiede zwischen den angebotenen UMTS-Volumentarifen kann man sie genau auf den eigenen Bedarf abstimmen. Das ist auch der Vorteil eines Volumentarifs fürs mobile Internet.
Ein entscheidender Nachteil bei der Nutzung von UMTS und den Volumentarifen kann entstehen, wenn man mehr als das enthaltene Volumen verbraucht. Danach wird pro MB ein bestimmter Preis fällig, der meist deutlich höher ist, als in anderen Tarifen. So kann ein Mehrverbrauch schnell zu einer Kostenfalle werden.
(Foto zum Artikel UMTS-Volumentarife: Albert Schleich / Fotolia.com)