Mit einem Surfstick überall ins Internet
Wer mobil ins Internet gehen möchte, der erledigt das am einfachsten mit einem so genannten Surfstick. Diese Surfsticks sehen aus wie ganz normale USB-Sticks und bestimmen neuerdings das Bild mobiler Computernutzung: An immer mehr Notebooks und Netbooks hängt ein solcher Surfstick, mit dem man auch ohne DSL-Anschluss via Highspeed ins Netz gehen kann.Ein Surfstick ist schnell startklar
Das Prinzip eines Surfsticks ist schnell erklärt: Man legt einfach eine SIM-Karte in den Surfstick und steckt diesen dann in die USB-Buche des Notebooks. Über eine Software, die auf dem Surfstick vorhanden ist und die sich dank Plug&Play selbst installiert, kann man sich dann ins Internet einwählen. Die Technik freilich ist alles andere als neu: Insbesondere Business-Laptops haben schon seit Jahren einen PCMCIA-Schacht für SIM-Karten - doch die Surfsticks haben das mobile Internet nun richtig populär gemacht. Mit anderen Worten: ein Surfstick ist nichts anderes als ein mobiles Modem.
- Mobiles Internet: Tarife im Vergleich
- UMTS-Anbieter
- UMTS - mobiles Internet mit Highspeed
- GPRS - doppelt so schnell wie ISDN
- HSDPA - 7 Mbit/s und mehr für mobile Surfer
- LTE - Mobilfunk der vierten Generation
- HSUPA - schnelle Uploads für Mobilsurfer
- HSPA und HSPA+ - mobile Downloads bis 28 Mbit/s
- Der Fonic Surf Stick im Test
- EDGE - der vermeintliche UMTS-Ersatz
Surfsticks bieten unterschiedliche Geschwindigkeiten
Wenn Sie mit einem Surfstick ins Internet gehen möchten, sollten Sie sich zunächst nach Tarifen fürs mobile Internet erkundigen. Der Preisvergleich beginnt diesbezüglich mit der Suche nach dem geeigneten Netz: UMTS-Zugänge über die Telekom und Vodafone sind schneller und besser ausgebaut als über o2 oder E-Plus; während die beiden Branchenprimusse Geschwindigkeiten von bis zu 7,2 Mbit/s anbieten können, surfen o2-Kunden zumeist nur mit bis zu 3,6 Mbit/s. E-Plus wiederum bietet nur bis maximal 384 kbit/s (Stand 2010). Aber die Zeichen stehen klar auf Expansion, denn die Netzbetreiber arbeiten allesamt daran, ihr mobiles Internetangebot auszubauen.
Sodann benötigen Sie Hardware. Ein integrierter Kartenslot oder ein PCMCIA-Schacht sind fraglos besser als ein UMTS-Surfstick, da weniger störend im Notebook integriert - allerdings bieten nicht alle Rechner diese Möglichkeiten. Weiterer Vorteil: Ein Surfstick funktioniert an jedem Rechner, der einen USB-Steckplatz hat - und das problemlos und ohne Aufwand.
Wenn Sie sich nach einem Surfstick umschauen, sollten Sie auf zwei Sachen achten: Zum einen ist von Interesse, welche maximale Upstream-Geschwindigkeit der Surfstick erbringen kann, zum anderen ob er einen SIM-Lock hat.
In Sachen Maximalgeschwindigkeit ist zu sagen, dass vor allem ältere UMTS-Surfsticks nur bis zu 3,6 Mbit/s Leistung bringen können - das ist natürlich dann ärgerlich, wenn der Tarif bis zu 7,2 Mbit/s erbringt. Umgekehrt kann man bei einigen Anbietern auch Surfsticks kaufen, die bis zu 7,2 Mbit/s abbilden können, gleichwohl der Tarif nur 3,6 Mbit/s erlaubt. So oder so sollte man darauf achten und im Zweifelsfall zur höherwertigen Hardware greifen, ganz klar. Gleicher Aspekt gilt übrigens auch für den maximalen Upstream des Surfsticks.
Bei Surfsticks auf SIM-Lock achten
Darüber hinaus sollten Sie danach schauen, ob der Surfstick einen SIM-Lock hat. Bei einigen Anbietern - vornehmlich bei den Netzbetreibern - erhalten Sie Surfsticks mit SIM-Lock, die Hardware kann also nur mit einem Tarif des entsprechenden Mobilfunkanbieters genutzt werden. Bei den Discount-Providern erhalten Sie hingegen meistens Surfsticks, die keinen SIM-Lock haben. Das hat einen einfachen Grund: Die Surfsticks werden allesamt in Fernost gefertigt, weshalb die technische Basis letztendlich bei allen Geräten gleich ist. Konkretes Beispiel: Wenn Sie mit einem web'n'walk-Paket von der Telekom liebäugeln, können Sie den beiliegenden Surfstick nicht mit einer SIM-Karte vom Discounter betreiben. Umgekehrt ist das sehr wohl möglich - der Surfstick von Aldi (Hersteller: Medion), um nur ein Beispiel zu nennen, hat keinen SIM-Lock und kann mit jeder Mobilfunkkarte betrieben werden.
Tarife für Surfsticks gibt es für jeden Nutzungstyp
Last but not least müssen Sie sich für einem Surfstick-Tarif entscheiden - und hier gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Tarifen. Es gibt minutenbasierte Zugänge (o2), Zeitpakete mit beispielsweise 15 oder 120 Minuten (Vodafone), Tagesflatrates mit einer Gültigkeit von 0 bis 0 Uhr (Fonic), 24 Stunden-Flatrates (Vodafone), Wochen-Flatrates (BILDmobil) oder UMTS-Flatrates mit Monatsabrechnung (bigSIM, discoSURF u.a.).
Wenn Sie ein Wenigsurfer sind, der nur gelegentlich seine E-Mails checken möchte, empfiehlt sich ein minutenbasierter Zugang. Eine Minute Internet kostet dann beispielswiese zwischen 3 und 9 Cent. Möchten Sie hingegen an einzelnen Tagen länger am Rechner arbeiten, empfiehlt sich eine Tagsflatrate - dann können Sie das Internet über Surfstick auch länger nutzen; die Kosten liegen hier zwischen 2 und 3 Euro am Tag. Eine UMTS-Flatrate mit Monatsvertrag gibt's meist schon ab knapp 10 Euro, die empfiehlt sich aber nur bei regelmäßiger Nutzung. Außerdem sollte man in diesem Fall auf die Vertragslaufzeit achten - es gibt UMTS-Anbieter mit monatlicher Kündigungsfrist, andere wiederum verlangen eine Bindung über 24 Monate. Hier sollte man freilich das Modell mit einer kurzen Vertragslaufzeit wählen, um bei einem Wechsel flexibel zu bleiben.