
Yahoo will User öfter zur Kasse bitten
Das angeschlagene Internetportal Yahoo hat auf der jährlichen Analystenkonferenz mitgeteilt, mit welchen Maßnahmen es seine immense Abhängigkeit vom Werbemarkt verringern will.
Wie die Financial Times Deutschland heute berichtet, hat der seit Mai amtierende Yahoo-Chef Terry Semel auf der jährlichen Analystenkonferenz im Silicon Valley Teile seines Umbauplans vorgestellt. Grundlage desselben soll in erster Linie der Aufbau eines "diversifizierten" Geschäftes sein.
In Zukunft soll nicht mehr die Bereitstellung von Gratisinhalten im Mittelpunkt stehen, sondern ein erweitertes Angebot kostenpflichtiger Dienste. Die aufgrund der 80prozentigen Abhängigkeit des Unternehmens vom einbrechenden Werbemarkt immer schlechter werdenden Quartalszahlen erforderten umfassende Maßnahmen, die bereits seit mehreren Monaten Zug um Zug eingeführt würden.
So ist laut Angaben der FTD der Internet-Pionier jetzt vor allem darum bemüht, mehr Großkunden aus der traditionellen Wirtschaft heran zu ziehen. Das Internetportal müsse jedoch in Anbetracht des generell schwächelnden Werbemarktes versuchen, mehr Dienstleistungen sowohl für Unternehmen als auch für Verbraucher anzubieten. Zwar hat Yahoo schon lange kostenpflichtige Dienste im Angebot, diese werden von den Usern jedoch weitestgehend verschmäht. Der IT-Pionier hofft, den Anteil der Werbeeinnahmen bis 2004 auf 50 Prozent reduzieren zu können.
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