
Wettbewerb bei Funk-Internet soll intensiver werden
Deutschland und EU haben sich in punkto schnelles Internet per Funk geeinigt. Die Netzagentur will dafür sorgen, dass es künftig mehr Wettbewerb beim Funk-Internet gibt und bei Verstößen einschreiten.
Brüssel (afp/red) - In Deutschland soll es bei schnellen Internetzugängen per Funk mehr Wettbewerb zugunsten der Verbraucher geben. Das sagte der Chef der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, am Montag der EU-Kommission in Brüssel zu. Die Kommission fürchtete bei der Nutzung alter Fernsehfrequenzen für die Datenübertragung eine dominante Stellung großer Anbieter wie der Deutschen Telekom und Vodafone und dadurch höhere Breitband-Preise.
Die Fernsehfrequenzen sind durch die Umstellung des Antennenfernsehens auf die digitale DVB-T-Technik freigeworden. Die sogenannte Digitale Dividende soll nun für den flächendeckenden Ausbau der Breitband Versorgung genutzt werden. Durch ihre Versteigerung im Frühjahr hofft der Staat auf hohe Einnahmen.
Nach der nun erzielten Einigung mit der EU-Kommission will die Bundesnetzagentur drei Monate nach der Frequenz-Versteigerung die Wettbewerbsbedingungen auf dem Mobilfunkmarkt untersuchen. Bei Verstößen werde seine Behörde einschreiten, sagte Kurth. Medienkommissarin Viviane Reding begrüßte die Zusage. Sie äußerte die Hoffnung, dass auch "weiße Flecken" auf der Landkarte bald von Breitband-Anschlüssen profitieren könnten.
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