
"Wer Breitband möchte, soll Breitband bekommen"
Dieser Satz des Wirtschafts-Staatssekretärs Dr. Pfaffenbach dürfte Musik in den Ohren all jener sein, die in der DSL-Diaspora sitzen und bislang vergeblich auf einen schnellen Internetanschluss warten. Doch Breitband ist nicht gleich DSL.
Berlin (red) -Die Entwicklung sei "überaus positiv", so Staatssekretär Pfaffenbach: "Unser Ziel ist es, dass jeder, der einen breitbandigen Internetanschluss möchte, diesen auch bekommt. Dazu benötigen wir sowohl neue leitungsgebundene Technologien als auch moderne Funklösungen." Dabei könne die "Digitale Dividende", die sich durch die Umstellung der analogen auf die digitale Fernsehübertragung ergibt, einen wichtigen Beitrag leisten, sagte der Politiker im Rahmen einer von der Deutschen Breitbandinitiative in Kooperation mit dem DIHK ausgerichteten Veranstaltung am Donnerstag.
Derzeit werden immer noch acht bis zehn Prozent der deutschen Haushalte nur unzureichend oder gar nicht mit Breitbandanschlüssen versorgt. Knapp zwei Prozent der Haushalte könnten lediglich über Satellit angeschlossen werden. Pfaffenbach: "Wir setzen uns deshalb gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium, den Ländern, den kommunalen Spitzenverbänden und den Marktbeteiligten weiter mit großem Nachdruck für eine flächendeckende Versorgung mit leitungsgebundenen Technologien und terrestrischen Funklösungen ein".
Klar ist: Flächendeckendes DSL wird es in Deutschland nicht geben, dafür ist der Ausbau in strukturschwachen Regionen einfach zu unattraktiv. Deswegen geht es in dieser DSL-Diaspora vornehmlich um Alternativlösungen wie Funk oder Satellit. Im Mittelpunkt der Regierungsinitiative steht eine aktive Informationspolitik, die vor allem den Breitbandatlas des BMWi, die Veröffentlichung von Best-Practice-Beispielen, Beratungsleistungen im Rahmen von Pilotprojekten sowie eine bundesweite Abfrage aller Kommunen zur Erstellung einer Breitbanddatenbank umfasst. Den eigentlichen Ausbau müssen Anbieter und Kommunen dann gemeinsam stemmen.
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