
Vorwurf: Telekom verzögert Wechsel zu anderen Anbietern
Nicht nur in der umsatzstarken Vorweihnachtszeit, aber besonders dann, verlängere sich die Bereitstellungszeit der "letzten Meile" zum Kunden dramatisch, wenn von der Telekom zu einem anderen Anbieter gewechselt wird - so der Vorwurf von BREKO.
Die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Breitbandkommunikation (BREKO) leiden derzeit nach eigenen Angaben massiv unter Bereitstellungsmängeln bei der Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Die vertraglich vereinbarte Frist von sieben Tagen werde in über 50 Prozent der Fälle von der Telekom nicht eingehalten. Das führe dazu, dass Verbraucher bis zu drei Wochen warten müssten, wenn sie von der Telekom zu einem Alternativanbieter wechseln.
Darüber ärgert sich BREKO-Präsident Peer Knauer: "Die Endkunden sehen fälschlicherweise die BREKO-Firmen als ihre Vertragspartner hierfür in der Verantwortung. Die Beeinträchtigung unserer Mitglieder reicht vom Imageschaden bis hin zu Kündigungen", so Knauer. Die Problematik werde dadurch verschärft, dass die Telekom in zunehmendem Maße an bestimmten Hauptverteilern keine Umschaltung der TAL mehr vornehme.
Begründet wird diese Vorgehensweise von Seiten der Telekom mit der Behauptung, der zur Verfügung stehende Raum im betroffenen Hauptverteiler sei ausgeschöpft. Der BREKO-Verband habe jedoch nicht die Möglichkeit, dies nachzuprüfen; ihm stünden keine effektiven Verfahren zur Verfügung. Derzeit würden aufgrund der geschilderten Problematik ganze Regionen de facto einer wettbewerblichen Entwicklung entzogen, so der Verband.
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