
Vodafone will DSL über freie Rundfunkfrequenzen
Vodafone-Chef Friedrich Joussen möchte auch denen, die kein herkömmliches DSL bekommen, die Möglichkeit bieten, schnell im Internet zu surfen. Vodafone möchte dazu alte Rundfunkfrequenzen nutzen.
In den ländlichen Gebieten Deutschlands gibt es immer noch Einwohner, für die ein schneller DSL-Anschluss nicht zur Verfügung steht. Daran wird sich wegen des finanziellen Hintergrunds auch nur marginal etwas ändern - es lohnt sich für die Anbieter schlicht nicht, überall auszubauen. Um den Einwohnern dort auch eine Chance auf eine schnelle Internetverbindung zu ermöglichen, möchte Vodafone (www.vodafone.de) frei werdende Rundfunkfrequenzen nutzen.
Je nach zugrunde gelegter Statistik bekommen bis zu zehn Prozent der Einwohner entweder gar kein oder kein ausreichend schnelles DSL. Da aufgrund der Digitalisierung des Fernsehens in den kommenden Monaten einige Frequenzbereiche frei werden, sieht der Vodafone-Chef die Chance, auch den Einwohnern eine schnelle Internetlösung anzubieten, die durch ihre ländliche Wohnsituation benachteiligt sind.
Neu ist die Idee freilich nicht. Bereits im Frühjahr hatte der Bundesverband Breitbandkommunikation gefordert, die frei werdenden TV-Frequenzen für "ländliches Breitband" zu nutzen, also Funk-DSL auf dem Lande damit auszubauen. Andere Experten bezweifeln hingegen die breite Realisierbarkeit eines solchen Vorhabens.
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