
Viele WLAN-Netze immer noch unverschlüsselt
Seit Mai 2010 können Personen, die ihr WLAN-Netzerk nicht verschlüsselt haben, haftbar gemacht werden. Dennoch ist laut einer Untersuchung der PC-Feuerwehr jedes 24. kabellose Netzwerk unverschlüsselt.
Hamburg/Linden (red) - In 19 verschiedenen Städten wurden WLAN Netzwerke auf ihre Sicherheit getestet, mit dem Ergebnis: Im Durchschnitt sind über 20 Prozent der Netzwerke unsicher oder nur durch veraltete Sicherheitsstandards geschützt.
2004 wurde die WPA2-Verschlüsslung eingeführt, doch nur jeder zweite Haushalt nutzt sie auch. Aber hier gibt es eine große Kluft: Während in Offenbach, Bochum und Bamberg nur circa 12 Prozent der Haushalte WPA2 nutzen, sind es in Fürth, Dresden und Mainz ganze 70 Prozent. Der veraltete WEP-Standard nimmt erfreulicherweise immer mehr ab.
Ein Urteil vom 12. Mai verpflichtet alle Privatpersonen, ihre drahtlosen Netzwerke angemessen zu sichern, um sie vor Missbrauch zu schützen. Doch wann fängt richtiger Schutz an? Oftmals reicht die Änderung des voreingestellten Passwortes und die Standard-Verschlüsselung des Routers nicht aus.
Viele Nutzer verwenden unsichere Passwörter mit einfach zu erratenden Begriffen wie Mausi, oder es werden häufig dieselben Passwörter verwendet. Sichere Passwörter bestehen aus einer Kombination von mindestens acht Zeichen, bestehend aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. "Passwort-Safes" können beliebig viele komplizierte Passwörter verschlüsselt speichern. Auch sollte man regelmäßig das Passwort ändern.
Der neue Wireless-Router sollte über WPA2 verfügen. Das voreingestellte Passwort sollte umgehend geändert werden und aus mindestens acht, besser jedoch mehr Zeichen bestehen. Die Fernkonfiguration der WLAN-Einstellungen sollte deaktiviert werden. Wenn das WLAN-Netz nicht genutzt wird, sollte es ausgeschaltet werden. Am einfachsten geht dies über eine ausschaltbare Steckdosenleiste.
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