
Verband berät Gemeinden beim Breitband-Ausbau
Der Anbieterverband VATM, der die wichtigsten Telekom-Konkurrenten vertritt, bietet einen Fördermittelcheck für Kommunen und lokale Anbieter zum Breitbandausbau an. Viele Mittel seien nach wie vor nicht abgerufen worden.
Köln (red) - Auf der Basis von Funktechnologien verabschieden sich immer mehr Gemeinden aus der Breitband-Diaspora und stellen die Weichen für eine Anbindung an langfristig unverzichtbare Glasfaser-Infrastrukturen. Laut dem Anbieterverband VATM seien derzeit gut 260 kleine und mittelständische Unternehmen bei der Erschließung der weißen Flecken aktiv.
Sie installierten in den Regionen breitbandige Technologielösungen meist auf der Basis von Funk. Der Vorteil: Durch den Auf- und Ausbau eines vergleichsweise kostengünstigen Funknetzes wird das wirtschaftliche Risiko begrenzt, da das Netz flexibel in Gewerbegebieten und Ortschaften entsprechend gestiegener Nachfrage und wachsendem Breitbandbedarf ausgebaut wird.
Dabei werde berücksichtigt, dass die Funktechnik Teil eines Migrationsplanes zur Anbindung an eine erst später realisierbare Glasfaserinfrastruktur ist. Die Funktechnologie fungiere somit als "Zubringer" zur schnellen Datenautobahn via Glas, die über die nächsten Jahre Zug um Zug speziell zur Versorgung der ländlichen Regionen installiert werden soll. VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner sieht zur Anbindung per Glas langfristig auch für die Kommunen auf dem Land keine Alternative.
Unterschiedlich seien allerdings die Wege dorthin. Grützner sieht die momentan wirtschaftlichste Alternative im Zwischenschritt Funk DSL, während gleichzeitig überall dort, wo es möglich ist, Leerrohre für die Zukunft mitverlegt werden. Der VATM-Geschäftsführer rief diejenigen Kommunen, die ihre Fördermittel noch nicht abgerufen hätten, dazu auf, entsprechende Anträge zu stellen.
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