
USA wollen Voipen übers Handy per Gesetz durchdrücken
Auch in den USA wird derzeit kontrovers diskutiert, ob Mobilfunker Dienste wie die Internettelefonie über ihre Netze zulassen müssen oder nicht. Ein aktueller Vorstoß von Präsident Obama sieht vor, die Anbieter in die Zange zu nehmen.
Hamburg (red) - Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge will die US-Telefonaufsicht die großen amerikanischen Mobilfunker dazu zwingen, Internettelefonie über ihre Netze zuzulassen. Bislang werden Dienste wie Skype entweder von den Anbietern geblockt oder nur gegen hohe Zusatzgebühren zugelassen - so zum Beispiel bei T-Mobile und Vodafone in Deutschland.
Der Vorschlag für den Vorstoß der Telefonaufsicht soll von US-Präsident Obama selbst stammen. Da die Demokraten derzeit auf eine Mehrheit im Kongress bauen können, gehen Branchenbeobachter davon aus, dass dem Vorstoß Erfolg beschieden sein wird. Der frühere US-Präsident Bush hatte sich stets auf die Seite der großen Netzbetreiber gestellt. Neben der Zulassung verschiedener Dienste wie der Webtelefonie sollen künftig in den USA noch weitere Transparenzregeln eingeführt werden. Die großen Betreiber wie AT&T haben eine Einmischung in ihre Netzpolitik bislang selbstredend abgelehnt.
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