
Telekom will mehr Geld für vermietete Leitungen
Die Deutsche Telekom will künftig von ihren Wettbewerbern deutlich mehr Geld für gemietete Leitungen haben. Das betrifft derzeit rund zwei Millionen Zugangsleitungen zu den einzelnen Haushalten.
Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat die Deutsche Telekom bei der Regulierungsbehörde eine Erhöhung des Entgelts für an die Konkurrenz vermietete Leitungen beantragt. Die Erhöhung soll laut FAZ rund fünf Euro monatlich betragen.
Damit kämen hübsche Summen zusammen, denn die von der Telekom vermieteten Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) zählen derzeit rund zwei Millionen und könnten noch in diesem Jahr auf drei Millionen ansteigen. Diese Zahl geht auf Schätzungen der RegTP zurück. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Regulierer einen "deutlichen Anstieg bei der Vermietung der TAL" beobachtet.
Unterdessen haben sich die FAZ-Informationen bestätigt. Im Antrag an die Regulierungsbehörde verlangt die Telekom statt der bislang geltenden 11,80 Euro einen monatlichen Mietpreis von 17,40 Euro. Damit würde sich das wichtigste Vorleistungsprodukt für die Wettbewerber deutlich erhöhen.
Erste Kritik ließ denn auch nicht lange auf sich warten: "Der ehemalige Monopolist will den Wettbewerb - vor allem im lukrativen Breitbandmarkt – ausbremsen, und das zu Lasten der Kunden, die auf die Erschließung weiterer DSL-Gebiete warten", kritisierte Peer Knauer, Präsident des BREKO-Verbands, den Antrag. "Nur wenn der TAL-Preis deutlich unter 10 Euro sinkt, sind die City- und Regio-Carrier in der Lage, ihre Netze weiter auszubauen und die DSL-Verbreitung in Deutschland deutlich stärker voranzubringen."
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