
Telekom will mehr Geld für Leitung zum Kunden
Die Deutsche Telekom will mehr Geld für die so genannte letzte Meile, also die Leitung direkt zum Kunden, und hat das beim Regulierer entsprechend beantragt. Begründet wird das mit Investitionen in den Netzausbau.
Bonn (afp/red) - Der Konzern beantragte für die Leitung vom Verteiler bis zur Telefondose in der Wand des Telefonkunden bei der Bundesnetzagentur einen Preis von 12,90 Euro pro Monat, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Diesen Preis müssen die Wettbewerber zahlen, die die letzte Meile vom ehemaligen Monopolisten mieten. Die Telekom beantragt damit den selben Tarif vor zwei Jahren - damals strich die Netzagentur den Preis für die letzte Meile allerdings auf 10,20 Euro zusammen. Dieser Preis gilt nur noch bis 31. März.
Die Telekom begründete die beantragte Preiserhöhung mit den notwendigen Investitionen in den Ausbau der Breitbandnetze für schnelles Internet. "Um den Breitbandausbau voranzutreiben, brauchen wir eine moderne Regulierung, die sich nicht weiter auf die Absenkung von Preisen konzentriert", forderte Deutschland-Chef Niek Jan van Damme. "Nur so können die Bereitstellung und der Betrieb einer flächendeckenden Infrastruktur vor allem auch im ländlichen Raum finanziert werden." Auch die gestiegenen Kosten pro Telefonanschluss führte die Telekom ins Feld: Weil immer weniger Kunden einen Festnetzanschluss hätten und trotzdem das gesamte Netz weiterhin betrieben werden müsse, werde der einzelne Anschluss nicht billiger.
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