
Telekom will Glasfasernetz zum Massenprodukt machen
Die Konkurrenz auf dem Markt für schnelles Internet ist groß. Was das Glasfasernetz angeht, haben preislich die Kabelanbieter die Nase vorn, doch die Telekom will aufrüsten und gründet Medienberichten zufolge extra ein eigenes Unternehmen.
Hamburg (dapd/red) - Die Deutsche Telekom (www.telekom.de) bereitet einem Zeitungsbericht zufolge die Massenvermarktung von Glasfaserleitungen vor. Dazu werde eine neue Gesellschaft mit bis zu 1.500 Mitarbeitern aufgebaut, berichtete die Financial Times Deutschland (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf gut informierte Kreise.
Nach Angaben der Zeitung läuft das Projekt unter dem Kürzel FTTH, gemeint ist damit Fibre to the Home. Zunächst einmal soll mit nur 100 Mitarbeitern im kommenden Jahr gestartet werden. Doch im Konkurrenzkampf um das schnelle Internet könnten bald Summen in Milliardenhöhe in die noch zu gründende GmbH fließen. Durch den Ausbau will der Konzern angeblich mit den Kabelnetzbetreibern gleichziehen.
Deren Infrastruktur erlaube es derzeit noch, höhere Geschwindigkeiten zu niedrigeren Preisen als die Telekom anzubieten. Der reguläre Preis des Einsteigertarifs fürs Glasfasernetz der Telekom liegt demnach bei monatlich knapp 55 Euro. Für die Telekom ist die neue Vermarktungsstrategie besonders im Hinblick auf ihre Internet/TV-Pakte wichtig. In diesem Bereich graben die Kabelanbieter die meisten Kunden ab.
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