
Telekom schaltet erste schnelle Mobilfunk-Frequenzen
In Brandenburg geht's los: Rund drei Monate nach dem Ende der Versteigerung neuer Mobilfunk-Frequenzen hat die Deutsche Telekom den ersten Funkmast eingeweiht. Das neue Mobilfunknetz sei damit technisch startklar, erklärte der Bonner Konzern am Montag.
Bonn (afp/red) - In Betrieb gehen soll es allerdings erst Anfang kommenden Jahres, wenn auch die notwendigen Geräte für Kunden verfügbar seien. Für dieses Jahr ist lediglich ein Pilotbetrieb geplant.
Die erste Basisstation steht im brandenburgischen Kyritz. Die Telekom kommt damit der Vorschrift nach, beim Ausbau des Mobilfunknetzes der vierten Generation (4G) zuerst die sogenannten weißen Flecken zu erschließen, die bislang weder per Fest- noch per Handynetz an das schnelle Internet angeschlossen sind.
Der deutsche Staat hatte die Frequenzen für die 4G-Technik im Frühjahr über die Bundesnetzagentur versteigert. Bieten konnten die Mobilfunk-Konzerne dabei auch für die Frequenzen der sogenannten digitalen Dividende, die durch die Umstellung des Antennenfernsehen auf Digitaltechnik freigeworden sind. Sie eignen sich besonders gut für die Versorgung ländlicher Räume.
Die neuen Netze sollen deutlich schnelleres Internet ermöglichen als die bisherige Handytechnik, aber auch als DSL- und Kabelanschlüsse. Die Bieter mussten sich verpflichten, mit den ersteigerten Frequenzen der digitalen Dividende zuerst ländliche Gebiete zu versorgen, die bislang noch nicht ans schnelle Internet angeschlossen sind. Dort lohnt sich das Verlegen von Kabeln wirtschaftlich nicht. Die Internetanbindung ist deshalb nicht nur für mobiles Internet vorgesehen, sondern soll auch zu Hause oder in Unternehmen zum Einsatz kommen.
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