
Telekom pumpt 100 Millionen Euro in die DSL-Diaspora
Im Bemühen um eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen in Deutschland hat die 250. Gemeinde in Deutschland eine Kooperation mit der Deutschen Telekom zum Ausbau des DSL-Netzes vereinbart.
Bonn (AFP/cm) - Zunächst zwölf Ortsteile der Stadt Schmallenberg im Hochsauerlandkreis sollten an das Breitbandnetz der Telekom (www.telekom.de) angeschlossen werden, teilte der Konzern am Montag in Bonn mit. Weitere sechs Ortsteile sollten später folgen. Damit sich der Ausbau des Netzes auf dem Land lohnt, übernimmt die Stadt eine Garantie für 692 Neukunden - womit sich der Ausbau nach Angaben der Telekom rentiert.
In vielen ländlichen Gebieten in Deutschland sind bislang keine DSL-Anschlüsse für schnellen Internetzugang verfügbar. Der Ausbau lohnt sich für Unternehmen wie die Telekom normalerweise nicht, da die Investitionen hoch und die Zahl der Kunden gering sind. Einige Gemeinden und Bürgerinitiativen gehen daher Kooperationen für den Ausbau mit Telekommunikationsanbietern ein. Auch die Bundesregierung will den Ausbau von Breitbandnetzen forcieren, ein entsprechendes Beihilfepaket genehmigte die EU-Kommission am Freitag.
Die Telekom investiert 2008 nach eigenen Angaben 300 Millionen Euro in den Breitbandausbau, 100 Millionen davon sollen weiße Flecken bei der DSL-Versorgung schließen. Ziel sei es, bis Ende des Jahres 96 Prozent der deutschen Haushalte mit einem Anschluss für schnelles Internet zu versorgen, erklärte das Unternehmen. Die Wettbewerber des Ex-Monopolisten beklagen regelmäßig, beim DSL-Netzausbau außen vor zu bleiben. Sie fordern, das Verfahren transparenter zu gestalten und die Telekom-Konkurrenten mit einzubeziehen.
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