
T-Mobile mahnt sipgate wegen iPhone-VoIP-Client ab
Der Provider Indigo Networks, unter anderem Betreiber des VoIP-Dienstes sipgate, hat eine Abmahnung des iPhone-Exklusivverkäufers T-Mobile erhalten. T-Mobile will offenbar verhindern, dass die iPhone-Kunden über VoIP günstiger telefonieren.
Beim Düsseldorfer Internettelefonie-Anbieter ging am Freitag eine Abmahnung von T-Mobile-Anwälten ein. Indigo hatte eine Software kostenlos bereitgestellt, über die mit dem iPhone via WLAN-Verbindung zu günstigeren Internettelefonie-Tarifen telefoniert werden kann. "Die Telekom versucht, den Kunden vorzuschreiben, wie sie ihr Telefon zu nutzen haben. Sie schreckt auch nicht davor zurück, ihnen die Internet-Telefonie vertraglich zu untersagen", sagte indigo-Geschäftsführer Thilo Salmon.
T-Mobile stößt sich Berichten zufolge daran, dass die sipgate-Software bislang nur in einer Beta-Version vorliegt. Au0erdem sei die Software nur auf gehackten Geräten einsetzbar. Seit Freitag verkauft T-Mobile zusammen mit verschiedenen Vertragspartnern das neue iPhone 3G. Das Gerät wird nur gekoppelt mit T-Mobile-Tarifen verkauft. In den Datenbudgets der Tarife ist Voipen ausdrücklich ausgenommen - kaum verwunderlich, denn per VoIP kann man im Regelfall deutlich günstiger telefonieren als übers T-Mobile-Netz (und die Netze der Wettbewerber).
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