
T-Com: VDSL-Start ohne VDSL-Vermarktung
Surfen war gestern, heute kommt die Bundesliga und morgen Triple Play: Das VDSL-Netz der T-Com gibt es zwar schon, aber nur für wenige Kunden und mit wenig zusätzlichen Inhalten. Deshalb werden die Zugänge auch noch gar nicht offiziell vermarktet.
Der Start des VDSL-Netzes ist erfolgt, und kaum einer kriegt es mit. Fast könnte man den Eindruck bekommen, als rüste die T-Com ihr Netz im Geheimen auf - so wenig wird getrommelt, äußerst ungewöhnlich in unserer Marketing-dominierten Welt. Doch die Telekom hat ihre Gründe, warum der eigentliche Vermarktungsstart erst noch kommt.
Zum einen ist ein VDSL-Zugang erst in zehn deutschen Städten zu bekommen. Rund drei Millionen Haushalte können derzeit erreicht werden, das ist noch nicht wirklich viel. Deshalb spricht die T-Com potenzielle Kunden, die für eine Freischaltung in Frage kämen, auch direkt an. Regulär bestellbar sind die VDSL-Produkte noch nicht, wie T-Online-Sprecher Martin Frommhold der Redaktion gegenüber bestätigte. Man kann sich lediglich vormerken lassen. Wer freigeschaltet werden könne, werde kontaktiert, hieß es.
Zum anderen wird gemunkelt, dass es technische Probleme gibt. So soll die IPTV-Plattform, die von Microsoft gebaut wird, nicht richtig funkionieren. Die Telekom war für ihre Zusammenarbeit mit Microsoft bereits im Vorfeld heftig kritisiert worden, weil bei deren Internet-TV-Plattform schon häufiger Probleme aufgetreten waren.
Die eigentliche Vermarktungswelle soll dann im Herbst kommen, zeitgleich zum Start von "T-Home" - dem ersten Triple-Play-Produkt der T-Com. Erst dann soll es wirkliche interaktive Dienste und rund 100 Fernsehsender geben. In diesem Rahmen, also der Verbindung von Telefon, Fernsehen und Internet, werden die VDSL-Zugänge angesiedelt und verkauft. Bis Anfang 2007 sollen annähernd sechs Millionen Haushalte in den zehn VDSL-Zentren erreicht werden.
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