
Störung des TV-Empfangs durch Funk-DSL befürchtet
Die mobile Nutzung der Digitalen Dividende, also der alten Rundfunkfrequenzen, lässt Störungen beim Rundfunk- und Fernsehempfang erwarten. Das befürchten die Kabel-Anbieter, die von solchen Störungen direkt betroffen wären.
Berlin/Bonn (red) - Eine gemeinsame Untersuchung des Instituts für Rundfunktechnik und des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber legt aus Sicht der Initiatoren nahe, dass eine Belegung der Digitalen Dividende mit mobilen Internetdiensten Störungen im Rundfunkempfang über Breitbandkabelnetze zur Folge hat.
Carsten Engelke, technischer Leiter des Verbands, teilte am gestrigen Dienstag mit, dass die durchgeführten Labor- und Feldtests "unmissverständlich" ergeben hätten, dass eine Gleichkanalbelegung von Rundfunkdiensten im Kabel und mobilem Internet im Frequenzbereich 790 – 862 MHz zu "massiven Störungen" des Fernsehempfangs beim Endkunden führe. Das Fernsehbild bei einem Kabelkunden könne durch die mobile Internetnutzung eines Nachbarn beeinträchtigt werden.
Für die Kunden und die Techniker der Kabel Anbieter seien solche Probleme schwer zu lokalisieren. Sie könnten flächendeckend auftreten, sagte Engelke, denn das von der Bundesnetzagentur vorgelegte Eckpunktepapier zur Zuteilung der Frequenzen der digitalen Dividende sehe einen bundesweiten Regelbetrieb vor und nicht nur eine Beschränkung auf die so genannten weißen Flecken.
Die Kabelnetzbetreiber erneuerten daher ihre Forderung an die Politik, vor einer Zuteilung dieser Frequenzen für Funk DSL die Auswirkungen auf die drahtgebundene Rundfunkverbreitung umfassend zu prüfen und Szenarien für eine "verträgliche Nutzung" zu entwickeln.
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