
Stadtwerke wollen in großem Stil Glasfasernetze ausbauen
Die Stadtwerke wollen künftig in großem Stil in das Geschäft mit schnellen Internet-Anschlüssen einsteigen. Das bedeutet natürlich neue Konkurrenz. Die ersten Konflikte mit Kabel-Anbietern soll es schon gegeben haben.
Düsseldorf (afp/red) - Neben ihrer Rolle als Lieferant von Strom, Wasser und Gas wollten die kommunalen Versorger nun eine Führungsrolle beim Ausbau der Glasfaser Anschlüsse für schnelles Internet anstreben, berichtete die "Wirtschaftswoche" am Samstag unter Berufung auf eine Mitgliederumfrage des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU).
Demnach haben bereits mehr als einhundert Stadtwerke mit der Planung oder dem Bau von Glasfasernetzen begonnen. Mittelfristig erwarte der Verband, dass ein Großteil seiner Mitglieder auf diesem Geschäftsfeld tätig wird.
Damit würden sich die Stadtwerke in direkte Konkurrenz zur Deutschen Telekom oder zu den Kabelnetzbetreibern begeben, die derzeit ebenfalls in den Ausbau der High-Speed-Internets einsteigen. So ist es laut "Wirtschaftswoche" etwa in der Gemeinde Villingen-Schwenningen bereits zu einem Konflikt zwischen der Kommune und dem Kabel Anbieter Kabel Baden-Württemberg gekommen. Der Kabelnetzbetreiber wirft der Gemeinde vor, mit dem Glasfaser-Einstieg mit staatlichen Mitteln die Privatisierung des Telekom-Sektors zu unterlaufen.
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