
Regulierer weist Telekom-Antrag zum Glasfaserausbau zurück
In den Telekom-Anträgen ging es um die Öffnung des Glasfasernetzes für die Wettbewerber. Wenn diese einen Zugang zur Telekom-Infrastruktur bekämen, könnten sie eigene VDSL-Produkte anbieten und nicht nur die Telekom-Tarife weiterverkaufen.
Bonn (red) - Die Bundesnetzagentur hat am Donnerstag mehrere Anträge der Deutschen Telekom zur Genehmigung von Entgelten für die VDSL-Vorleistungsprodukte zurückgewiesen. Dabei geht es um einen möglichen eigenen Zugang der Wettbewerber zu den Telekom-Leerohren und Verteilern. Die Verbände der Telekom-Konkurrenten zeigten sich erleichtert.
Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) wies unter anderem darauf hin, dass die Leistungsbeschreibungen der Telekom für ein nachfrage- und wettbewerbsgerechtes Produkt "vollkommen unzureichend" gewesen seien. Zum anderen hätten die Anträge auch die aus Verbandssicht ökonomisch sinnvolle Variante eines Zugangs im Kabelverzweiger der Telekom erst gar nicht vorgesehen. Zudem habe es vielfach an konkreten Bereitstellungsfristen für die Glasfaser Vorleistungsprodukte gefehlt.
"Die Deutsche Telekom AG hat mit ihren Entgeltanträgen versucht, nach anderthalb Jahren Verhandlungen über den VDSL-Zugang mit den Wettbewerbern einseitig die Festlegung von Zugangsbedingungen zu ihren Gunsten zu erzwingen. Die Anträge auf eine Preisfestsetzung für Produkte, die für einen fairen Wettbewerb völlig unzureichend gewesen wären, dienten lediglich dem Zweck, den Wettbewerb vom weiteren Breitbandausbau auszuschließen", begrüßte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner die Ablehnung der Telekom-Entgeltanträge.
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