
Regulierer ermöglicht günstigeres entbündeltes DSL
Die Bundesnetzagentur hat die Gebühren gesenkt, die die Telekom-Konkurrenten für den entbündelten DSL-Anschluss an den ehemaligen Monopolisten zahlen müssen. Damit können die Wettbewerber zu günstigeren Konditionen arbeiten.
Bonn (red) - Die Bundesnetzagentur hat der Deutschen Telekom am Montag die neuen Entgelte für das Vorleistungsprodukt "IP-Bitstrom-Zugang" bekannt gegeben. Wettbewerber müssen der Telekom für die monatliche Überlassung der Stand Alone-Variante zukünftig 18,32 Euro statt bisher 19,15 Euro zahlen. Die Telekom hatte in ihrer eigenen Berechnung 18,62 Euro ermittelt. Bei der Stand-Alone-Variante benötigt der Endkunde neben dem DSL-Anschluss keinen gesonderten Telefonanschluss mehr - das ist so genannte entbündelte DSL.
Die Senkung resultiert nach Angaben des Regulierers aus Anpassungen, die sich seit der letzten Genehmigung durch Änderungen der in die Kalkulation einfließenden Entgelte anderer Vorleistungen ergeben haben. Die neuen Entgelte gewährleisteten sowohl stabile Rahmenbedingungen für Investitionen in den Breitbandausbau als auch ein stabiles Preisniveau für DSL-Vorleistungen, stellte die Behörde fest.
Der IP-Bitstrom-Zugang hat für den TK-Markt eine besondere Relevanz, da die Telekom den Wettbewerbern hier DSL-Anschlüsse überlässt und den darüber geführten Datenstrom über ihr Konzentratornetz zum zugehörigen Breitband-Point-of-Presence (POP) überführt, wo sie ihn an den Wettbewerber übergibt. Der IP-Bitstrom versetzt Wettbewerber damit in die Lage, Endkunden insbesondere breitbandige Internetzugänge anzubieten und hat vornehmlich den Massenmarkt im Blick.
Die Genehmigung ist bis 30. November 2010 befristet. Bis zum Ablauf dieser Frist will die Bundesnetzagentur eine neue Marktanalyse vornehmen und eine darauf basierende Regulierungsverfügung für den IP-Bitstrom-Zugang erlassen.
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