
Outbox AG sieht sich für ENUM-Start gerüstet
Die Kölner Outbox AG sieht sich für den - noch schleppend anlaufenden - ENUM-Start gut gerüstet. ENUM ist eine Art "Telefonbuch" für Voice over IP, in dem tatsächlich vorhandene Nummern auf das Internet übertragen werden.
Die Outbox AG, Entwickler und Anbieter von Voice-over-IP-Lösungen speziell für den Resellermarkt, sieht sich für den ENUM-Start gerüstet. Laut eigenen Angaben handelt es sich bei der Outbox-Lösung um eine der besten ENUM-Umsetzungen auf dem deutschen Markt: Beim Telefonieren mit Outbox wird nicht nur wie bei den meisten anderen Anbietern ein so genanntes ENUM-Lookup durchgeführt.
"Zum einen unterstützt unsere Lösung die Prioritäten, die ein Kunde mit den einzelnen hinterlegten Zielen verknüpft hat", erläutert Outbox-Vorstand Jörn Dost. "Zum anderen wird zum Schutz des Kunden auch eine Kostenabfrage durchgeführt - schließlich möchte niemand, der eine Festnetznummer anwählt, unerwartet mit einer Handynummer verbunden werden und zu einem deutlich höheren Preis telefonieren." Der Nutzer kann zudem eine Tarifansage und ENUM-Hinweisansagen in seinem Account aktivieren, um vor jedem Gespräch darüber informiert zu sein, ob er per ENUM umgeleitet wird und welche Kosten das Gespräch verursacht. Daneben betreibt Outbox einen eigenen Domain-Robot, so dass jede vergebene Ortsnetz- oder 032-Nummer automatisch als ENUM-Domain registriert wird. "Wir unterstützen überdies nicht nur das offizielle ENUM, sondern bieten unseren Kunden auch andere Dienste wie beispielsweise e164.org an", so Dost.
Bei Outbox ist man davon überzeugt, dass sich ENUM auf dem Vormarsch befindet, auch wenn es offiziell nur sehr schleppend anläuft. Durch die Verknüpfung von Telefon und den Ressourcen, die das Internet bereit hält, ergeben sich völlig neue Dienste. ENUM hat den Vorteil, dass statt einer Vielzahl von Rufnummern für verschiedene Anwendungen eine völlig ausreichend ist. "Richtig Sinn macht ENUM gerade dann, wenn eben nicht nur verschiedene Telefonnummern hinterlegt sind, sondern auch ein VoIP-Ziel wie beispielsweise eine SIP-Adresse", so Dost.
Wenn ein VoIP-Teilnehmer eine andere Person unter einer Festnetznummer anruft, kann er nun über ENUM den Hinweis bekommen, dass auch die andere Person über eine SIP-Adresse verfügt und ein kostenloses Gespräch - sozusagen VoIP-zu-VoIP möglich ist. Darin sieht Dost auch den Hauptverwendungszweck für ENUM: "Im Prinzip sprechen wir von einem großen Verzeichnis, wen man wie per VoIP anrufen kann - je mehr Personen mitmachen, desto mehr kann in Zukunft kostenlos über VoIP telefoniert werden."
Hintergrund: ENUM steht für "Telephone Number Mapping" und basiert auf dem Domain-Name-System des Internets. Dabei handelt es sich um ein System, das weltweit jede Telefonnummer auf eine Domain abbildet. Damit ist ENUM eine Art "Telefonbuch", in dem tatsächlich vorhandene Nummern auf das Internet übertragen werden. Dazu werden die Ziffern der Telefonnummer genau wie eine Webseite mit einer Domain versehen.
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