
Ohne Telekom: freenet testet DSL-Komplettanschlüsse
Zusammen mit der Telefonica und nicht auf Basis von Telekom-Anschlüssen startet freenet in München einen Test mit entbündeltem DSL-Anschluss. Angestrebt ist ein kompletter Kommunikations-Anschluss über eine Leitung.
Der Provider freenet hat mit Telefonica Deutschland eine Absichtserklärung zur Vermarktung von Internet-Komplettanschlüssen unterzeichnet. Zunächst ist ein friendly-User-Test in München vorgesehen. freenet startet dort ab sofort den Testbetrieb, der auf der entbündelten Infrastruktur der Telefonica in Verbindung mit einer Netzzusammenschaltung von freenet basiert. Realisiert werden soll ein kompletter Kommunikations-Anschluss: schnelle Daten, Sprache mit ISDN-Funktionalität und Multimedia-Inhalte über eine Leitung.
Neben einem leistungsstarken DSL-Anschluss auf Basis eines ADSL2+-Anschlusses mit bis zu 16 Mbit/s im Downstream bietet das freenet-Angebot den Probanden auch Telefonie mit ISDN-Komfort. Anders als beim bisherigen Resale-Angebot würden Kunden dann keinen Telefon-Anschluss der Deutschen Telekom mehr benötigen. Das ist bislang nur bei alternativen Providern mit eigenem Netz (etwa QSC oder broadnet) oder bei manchen Kabelanbietern der Fall. Gleichzeitig wäre freenet in der Lage, innovative Dienste wie neue Streaming-Technologien schneller und direkter zum Kunden zu transportieren.
"Wir würden dann als ein Infrastrukturanbieter mit Komplettanschluss am Markt agieren, ohne die hierfür notwendigen Investitionen allein tragen zu müssen", so freenet-Chef Spoerr zur Unterzeichnung des Letter of Intent. Voraussetzung hierfür wäre zum einen natürlich, dass die Tests erfolgreich verliefen und zum anderen, dass die beiden Vertragspartner eine langfristige Zusammenarbeit vertraglich vereinbarten, so Spoerr weiter.
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