
Mobiles Internet: Wie viel Speed wirklich drin ist
Heute kann man fast deutschlandweit per UMTS online surfen, doch die Geschwindigkeiten lassen zu wünschen übrig. Über 27.000 Messungen der Computerbild zeigen, dass die Netzbetreiber meist überzogene Speed-Angaben machen.
Hamburg (red) - Über UMTS können Geschwindigkeiten von bis zu 7.200 kBit/s erreicht werden, teilweise sind sogar Geschwindigkeiten von bis zu 14.400 kBit/s möglich. In der Theorie könnte man also bundesweit mit DSL-Geschwindigkeit mobil surfen, doch die Realität sieht offenbar anders aus. Keiner der vier Mobilfunkbetreiber erreicht laut einer Computerbildumfrage diese Geschwindigkeiten. 27.000 Leser nahmen nahmen mit ihren Notebooks mit UMTS-Empfängern Messungen vor.
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Die höchste Geschwindigkeit erreichten T-Mobile-Nutzer mit 1.800 kBit/s, dicht gefolgt von Vodafone mit 1.700 kBit/s. o2-Kunden erreichen Geschwindigkeiten von rund 1.400 kBit/s. Weit abgeschlagen liegt E-Plus mit 356 kBit/s, was daran liegt, dass E-Plus noch die veraltete UMTS-Technik nutzt und nicht, wie die anderen Anbieter, HSDPA.
Es gibt regionale Unterschiede im Netz, so ist zum Beispiel das T-Mobile-Netz in Nürnberg am schnellsten. Ein weiterer Grund ist, dass die Datenrate umso schlechter wird, je mehr Nutzer gleichzeitig Daten über eine Antenne austauschen. Dieser Umstand ist den Mobilfunkanbietern bekannt, dennoch werben sie weiterhin fleißig mit "Geschwindigkeiten auf DSL-Niveau" - die aber eben nicht immer erreicht werden.
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