
Mobiles DSL: Es wird munter aufgerüstet
Auf der Handymesse in Barcelona hat sich gezeigt, was künftig in Sachen mobiles Internet möglich sein soll. Die Betreiber rüsten auf - und sie müssen das auch, denn der Datendurchsatz steigt gewaltig.
Barcelona (red) - Der von Anbieterseite seit Jahren herbeigesehnte Boom des mobilen Internets hat auch eine Schattenseite - und zwar die stetig steigenden Datenmengen. Die Anbieter müssen ihre Netze aufrüsten, nicht nur, um den Usern mehr Speed zu bieten, sondern um den Ansturm überhaupt bewältigen zu können.
Das geschieht gleich mehrfach: Zum einen werden die bestehenden Netze mit EDGE und verschiedenen UMTS-Turbotechniken aufgerüstet, um anderen gibt es schon recht realisitische Tests der Nachfolgetechnologie LTE, Long Term Evolution oder auch Netzwerk der 4. Generation genannt.
So sollen schon bald mit einer UMTS-Erweiterung bis zu 28 Mbit/s beim mobilen Surfen möglich werden. LTE kann bis zu 100 Mbit/s erreichen - mehr geht auch bei der stationären Internetnutzung derzeit nicht. Zwar dürfte es noch eine ganze Weile dauern, bis LTE tatsächlich genutzt werden kann, doch dem ehemals als mobiler Standard gehandelten WiMAX-Format dürfte LTE längst den Rang abgelaufen haben.
Im Übrigen sind sich Branchenbeobachter ziemlich einig mit ihrer Prognose, dass es künftig mehr Breitbandverbindungen auf mobiler Basis als im Festnetz geben wird. Dazu wird es jedoch noch diverser Investitionen bedürfen, die den Anbietern zunächst aufs Portemonnaie schlagen werden: Denn die Nachfrage steigt nach Angaben der Mobilfunker derzeit deutlich schneller als die mit den Daten generierten Umsätze.
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