
M-net schließt weitere Haushalte ans VDSL-Netz an
Maßnahmen gegen die DSL-Unterversorgung in Teilen Bayerns: Die Erlanger Stadtwerke und der Münchner DSL-Anbieter M-net starten jetzt den VDSL-Ausbau in Erlangen-West. Weitere ähnliche Projekte sind in Planung.
München/Erlangen (red) - Die bisherige DSL-Unterversorgung in den westlichen Stadtteilen Erlangens ist in absehbarer Zeit behoben. Verantwortlich hierfür sind die Erlanger Stadtwerke und der Telefon- und Internetanbieter M-net, die im Rahmen einer Kooperation gemeinsam insgesamt acht Stadtteile an das Breitbandnetz anschließen wollen. Die hierfür erforderlichen Baumaßnahmen haben in diesen Tagen begonnen. Ab Mitte 2010 will M-net in den erschlossenen Gebieten dann Internetzugänge mit einer Datenübertragungsrate von bis zu 50 Mbit/s bereitstellen.
Der Breitbandausbau erstreckt sich über rund zehn Prozent der Erlanger Haushalte. Das Gebiet zählt aktuell zu den so genannten weißen Flecken, da dort größtenteils kein Internetzugang über die DSL-Technologie möglich ist. Die Erschließung der acht Stadtteile realisiert M-net auf Basis der VDSL-Technologie. Zur Realisierung werden von den Erlanger Stadtwerken Glasfaserkabel verlegt, M-net investiert in die VDSL-Technik.
Die zukünftig verfügbaren hohen Bandbreiten ermöglichen dem Anwender die Nutzung jeglicher breitbandintensiver digitaler Dienste wie beispielsweise Video-on-Demand. Ferner lassen sich professionell ausgestattete Heim-Arbeitsplätze ebenso realisieren wie die Durchführung von onlinebasierten Bildungsmaßnahmen. Auch Selbständige und Kleinbetriebe können mittels des neuen VDSL-Internetzugangs entscheidende Wettbewerbsvorteile generieren.
Die Erschließung des westlichen Stadtgebiets von Erlangen mit zukunftsfähigen Glasfaser Breitbandanschlüssen reiht sich in ähnlich konzipierte Projekte ein, die in München und Augsburg bereits begonnen worden sind. Zugleich betrachtet M-net das Projekt im Erlanger Westen als Startschuss für weitere mögliche Breitbandausbaumaßnahmen in der Universitätsstadt sowie in weiteren Gebieten der Metropolregion Nürnberg.
Der Münchner Anbieter will eigenen Angaben zufolge auch anderen Internetanbietern einen Zugang in das VDSL-Netz in Erlangen-West diskriminierungsfrei ermöglichen.
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