
LTE-Ausbau: Netzagentur öffnet Frequenzen für E-Plus
Überraschend hat die Bundesnetzagentur entschieden, dass auch E-Plus am LTE Ausbau teilhaben darf. Dafür sollen die 900-Megahertz-Frequenzen neu verteilt werden. Eigentlich hatten die Düsseldorfer kein Stück vom Kuchen abbekommen.
Bonn (red) - Bei der Frequenzauktion im Frühling 2010 war E-Plus (www.e-plus.de) als einziger der großen Mobilfunkanbieter im wichtigen 800-Megahertz-Frequenzbereich leer ausgegangen. Die Telekom, o2 und Vodafone hatten Milliarden gezahlt, um sich die begehrten Frequenzen zu sichern.
Die 900-Megahertz-Frequenzen wurden bisher für Sprachtelefonie genutzt. Nach Informationen von Welt Online hat die Bundesnetzagentur einem Antrag von E-Plus stattgegeben, die Frequenzen für Breitband-Internet freizugeben. Nun darf E-Plus anscheinend an mehreren Standorten LTE über die genannten Frequenzen anbieten.
Grund für den Antrag von E-Plus war die ungleiche Frequenzverteilung. Diese stammt aus der Zeit, als mit der Telekom und Vodafone die ersten Netzbetreiber den Marktbetrieb aufnahmen. Daher bekamen diese den größten Teil der langwelligen Frequenzen, die für eine großflächige Versorgung günstig sind. E-Plus forderte nun, dass alle Netzbetreiber diskriminierungsfrei Zugang zu neuen Technologien bekommen sollten. Die Frequenzen sollen daher umverteilt werden, um einen chancengleichen Wettbewerb sicherzustellen.
Die Prüfung läuft noch und soll laut Welt Online Mitte 2011 abgeschlossen sein. Die Entscheidung, die Frequenzen zu öffnen, steht laut Matthias Kurth, dem Präsidenten der Bundesnetzagentur, jedoch außer Frage. Die Umverteilung der Frequenzen sei längst überfällig, lediglich über die Art und Weise müsse noch entschieden werden.
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