
Kabel Deutschland: Weiterhin Verluste trotz Rekordumsätze
Kabel Deutschland kann auch in diesem Jahr ein starkes Umsatzwachstum vorzeigen, das sich durch erheblich gestiegene Kundenzahlen bei den Internet- und Telefonprodukten begründet. Trotz allem schreibt der Kabelanbieter weiter rote Zahlen.
Der Unterföhringer Kabelprimus Kabel Deutschland (www.kabeldeutschland.de) hat seine Jahreszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2007/2008 vorgelegt. Bei seinen Angeboten aus Internet und Telefon zählt der Kabelnetzbetreiber mittlerweile 500.000 Kunden. Ein beachtliches Ergebnis angesichts 190.000 Abonnenten im Vorjahr. Bis kommendes Jahr will Kabel Deutschland die Zahl der Internet- und Telefonkunden auf mehr als 750.000 steigern. Besonderen Zulauf finden laut Unternehmen auch die Triple-Play-Pakte aus digitalem Fernsehen, Internet und Telefon. Ihr Anteil an der Gesamtabozahl liegt nun bei 23 Prozent – was ein Zuwachs von 15 Prozent bedeutet.
Der Gesamtumsatz von Kabel Deutschland stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Die Ausweitung der Kundenbasis bei den Premium-Produkten mit höherem ARPU (durchschnittlicher Erlös pro Kunde) führte zu einem Rekordergebnis beim EBITDA von 457,8 Mio. Euro, ein Plus von 19,7 Prozent. Dennoch bleibt der Kabelnetzbetreiber mit minus 33,8 Millionen Euro in der Verlustzone. Im vergangenen Jahr lag das Nettoergebnis bei minus 99,3 Millionen Euro.
Positiv bewertet Kabel Deutschland die getätigten Investitionen für den Ausbau des Kabelnetzes für Internet und Telefonie. Bis Ende März 2008 waren nach Unternehmensmeldung mehr als 70 Prozent der anschließbaren Haushalte rückkanalfähig aufgerüstet. Die Zahl der erreichbaren Haushalte belief sich zum gleichen Zeitpunkt auf etwa 6,6 Millionen. Durch neue Investitionen soll die Zahl bis zum nächsten Geschäftsjahresende auf acht bis neun Millionen gesteigert werden.
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