
Kabel Deutschland wehrt sich gegen Zugriff aufs Kabelnetz
Neben der Deutschen Telekom würden auch andere Anbieter gerne auf die Kabelnetze zugreifen, die neben Fernsehen auch schnelles Internet mit bis zu 50 Mbit/s erlauben. Die Kabelbetreiber sind von der Idee wenig begeistert.
Berlin (dapd/red) - Deutschlands größter Kabelanbieter Kabel Deutschland (www.kabeldeutschland.de) wehrt sich gegen einen Zugriff anderer Unternehmen auf sein eigenes Netz. Das bietet neben dem Fernsehangebot auch die Möglichkeit, schnelles Internet mit bis zu 50 Mbit/s zu nutzen.
"Für eine Zugangsregulierung gibt es überhaupt keine Handhabe", sagte der Chef von Kabel Deutschland, Adrian von Hammerstein, der Zeitung "Die Welt" (Montagsausgabe). Vor allem die Deutsche Telekom fordert einen Eingriff des Regulierers. Die Kabelgesellschaften seien mit ihren zwölf Prozent Anteil im Breitbandmarkt weit von einer marktbeherrschenden Stellung entfernt, sagte von Hammerstein.
Auch freiwillig will Kabel Deutschland vorerst niemanden auf sein Netz lassen. "Wir schauen uns natürlich solche Möglichkeiten an, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass die Zeit dafür noch nicht reif ist", sagte von Hammerstein. Denkbar wäre es beispielsweise, Unternehmen wie Vodafone gegen eine Gebühr einen Zugang zu gewähren.
- Preis-Leistungs-Verhältnis bei Internetanbietern differiert stark
- Plädoyer: Internetanbieter sollten sich ihre Netze teilen
- Kabel Deutschland stellt TV-Angebot komplett auf HD um
- Günstiges Angebot für Triple Play bei Primacom
- Bis zu 100 Mbit/s für 315.000 weitere Haushalte
- Analog-Abschaltung: Unsicherheit bei vielen Kabelkunden
- Kabelanbieter haben derzeit die Nase vorn
- Telekom will Glasfasernetz zum Massenprodukt machen
- Kabel Deutschland ist wieder in den schwarzen Zahlen (Upd.)
- Neue HD-Sender bei Kabel BW
Leserumfrage