
Kabel Deutschland und Unitymedia wollen Orion schlucken
Wegen Verbindlichkeiten in Millionenhöhe an den Mutterkonzern Escaline steht Orion kurz vor dem Aus. Kabel Deutschland und Unitymedia sind vor allem an der "letzten Meile" interessiert, um ihr Verbreitungsgebiet zu erhöhen.
Hannover (red) - Der drittgrößte deutsche Kabelanbieter Orion GmbH hat vor allem in Ostdeutschland über seine Tochter Tele Columbus viele Kunden. Doch in den letzten Jahren hat Orion Schulden von 1,7 Milliarden Euro bei seinem Mutterkonzern Escaline verursacht.
Kabel Deutschland (www.kabeldeutschland.de) hatte bereits 2008 über 1,1 Millionen Kunden von Orion abgekauft. An einer Übernahme von Orion wären vor allem Kabel Deutschland und Unitymedia (www.unitymedia.de) interessiert, denn die im Fachjargon "letzte Meile" (Netzebene 4) genannte Strecke zwischen Verteiler und Hausanschluss ist die wichtigste Verbindung zum Kunden. So können die Kabel Anbieter dem Hausbesitzer direkt ein TV-, Internet- und Telefonangebot machen.
Mit der wachsenden Anzahl an Kabelkunden erweitern sich auch die Angebote für Telefon-, Internet- und Fernsehflatrates per Kabelverbindung. Somit verzichten einige Einwohner komplett auf den Festnetzanschluss und wechseln auf Kabel. Damit könnte das Festnetzangebot weiter schrumpfen.
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