
Kabel Deutschland legt mit Breitband und Telefonie zu
Deutschlands größter Kabelanbieter konnte im ersten Quartal des des laufenden Geschäftsjahres seinen Verlust reduzieren. Das Unternehmen profitiert von der steigenden Nachfrage nach kombinierten Telefon- und Internetanschlüssen.
Unterföhring (ddp/red) - Wie der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (www.kabeldeutschland.de) am Dienstag mitteilte, stiegen die Erlöse binnen Jahresfrist um 6,1 Prozent auf 389,5 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe im selben Zeitraum um 11,2 Prozent auf 176,2 Millionen Euro zugelegt. Grund für den Zuwachs sei die Nachfrage nach Produkten abseits des klassischen Kabelanschlusses, wie etwa nach Telefon- und Internetangeboten, hieß es.
Unter dem Strich fiel den Angaben zufolge zwischen April und Ende Juni ein Verlust von 2,1 Millionen Euro an. Im Vorjahr hatte sich der Fehlbetrag noch auf 10,5 Millionen Euro belaufen. Kabel Deutschland ächzt unter einer hohen Schuldenlast und gehört auch nach dem Börsengang im März mehrheitlich noch der Beteiligungsfirma Providence Equity Partners.
Angesichts der Quartalsentwicklung gibt sich Kabel Deutschland etwas optimistischer für das Gesamtjahr. Der Vorstand gehe davon aus, dass beim Ebitda wahrscheinlich das obere Ende der anvisierten Spanne erreicht werden dürfte, hieß es.
Zuletzt hatte Deutschlands größter Kabel Anbieter für das Geschäftsjahr 2010/11 ein bereinigtes Ebitda zwischen 715 Millionen und 725 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin rechnet der Konzern für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Umsatzzuwachs zwischen 6,5 und 7 Prozent.
Ende Juni hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 8,9 Millionen Kunden.
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