
Internet-Telefonie für Unternehmen zu risikoreich und zu teuer
Während das Voipen im privaten Bereich weiter auf dem Vormarsch ist, steht eine wachsende Anzahl von Unternehmen der Internettelefonie eher kritisch gegenüber. Vor allem die mit dem Umstieg verbundenen Kosten und eventuelle Sicherheitsrisiken sorgen für Zurückhaltung.
Hamburg (red) - Der Anteil der Firmen, die über das Internet telefonieren, stieg seit 2006 um 0,6 Prozent. Damit wird Voice over IP derzeit etwa ein Drittel der Unternehmen genutzt. Die Zahl der Skeptiker wuchs im gleichen Zeitraum dagegen um rund 18 Prozent an. 40 Prozent der Betriebe wollen auch in diesem Jahr nicht mehr auf die Internettelefonie umstellen. Das gab die Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting jetzt bekannt. Die Angaben basieren auf der aktuellen Studie "IT-Security 2008" der InformationWeek.
Vor allem die durch die Zusammenlegung interner Telefon- und Datennetze in Aussicht gestellten sinkende Kosten, haben nicht die Erwartungen der der Unternehmen erfüllt. Denn mit der Umstellung auf die Internettelefonie sind in der Regel neuen Kosten verbunden, die von vielen Firmen zuvor übersehen wurden. Dies betrifft etwa die Schulung des Personals in den IT-Abteilungen oder die Anpassung der Netzlast. Auch das Thema Sicherheit lässt viele Unternehmen nun vorsichtiger werden. Die Zahl der VoIP-Risiken hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Für 2008 gehen Sicherheitsexperten von einer weiteren Zunahme um bis zu 50 Prozent aus.
Der Schutz der sensiblen Firmendaten des IP-Netz vor etwaigen Hackerangriffen oder Abhörversuchen erfordert eine ganzheitliche Absicherung des Unternehmensnetzes. Durch die Installation von Firewalls und den Einsatz von Verschlüsselungstechniken entstehen jedoch weitere Kosten. Die nötigen Investitionen in zusätzliche Sicherheitssysteme könnten so hinter den angestrebten Kostenvorteilen zurückbleiben und die Internettelefonie für die Unternehmen zusätzlich unattraktiv machen. Wichtigste Herausforderung für Unternehmen ist somit, sichere Daten- und VoIP-Netze ohne Qualitätseinbußen zu gewährleisten.
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