
Interesse an VDSL noch äußerst gering
Einer aktuellen Infas-Studie zufolge hält sich das Interesse an superschnellen VDSL-Zugängen in höchst überschaubaren Grenzen. Die Marktforscher benennen dafür vor allem zwei Gründe, die nicht in erster Linie mit dem höheren Preis der Produkte zu tun haben.
Hamburg/Bonn (red) - Wie die Marktforscher bei ihrer bundesweiten telefonischen Befragung herausgefunden haben, sind derzeit nur fünf Prozent der deutschen Haushalte an VDSL interessiert, sofern sich an Preisen und Angeboten nichts ändert. Wirklich gebucht habe VDSL nur ein Prozent der Bürger, berichtet Spiegel Online am Dienstag.
Diese offensichtliche Zurückhaltung begründe sich aus Sicht der Befragten im fehlenden Mehrwert. Offenbar ist nur eine kleine Minderheit bereit, für mehr Bandbreite deutlich mehr Geld zu bezahlen, wenn keine weiteren Vorteile auf der Hand liegen. Denn die allermeisten Anwendungen im Internet ließen sich auch ohne VDSL-Zugang realisieren, und auch das Internet-Fernsehen scheint den Bürgern noch nicht genug Vorteile zu bieten - zumal etwa für Sport-Interessenten ja auch noch der Pay-TV-Sender Sky zur Debatte steht.
Die Marktforscher schlussfolgern, dass das Hauptproblem für die fehlende Akzeptanz neben dem unzureichenden Mehrwert in der Trennung zwischen Internet und Fernsehen liegt, da vom überwiegenden Teil der Bevölkerung beide als zwei verschiedene Dienste wahrgenommen würden. Erst wenn sie im Bewusstsein der Anwender verschmelzen, würde auch VDSL besser gebucht, meint man bei Infas. Derzeit sei ein All-in-one-Produkt offenbar nur von Early Adoptern gewünscht.
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