
Infrastrukturatlas soll Breitband-Ausbau voranbringen
In Berlin wurde jetzt ein Infrastrukturatlas vorgestellt, der beim Breitband-Ausbau jede Menge Geld einsparen soll. Dabei geht es zuvorderst um die gemeinsame Nutzung vorhandener Strukturen, etwa Standorte von Funkmasten oder auch Stromleitungen.
Berlin (red) - Wirtschaftsminister zu Guttenberg sieht zwar "noch keinen Grund zur Euphorie", aber es sei immerhin "sehr erfreulich, wie viele Akteure an der Umsetzung der Breitbandstrategie konstruktiv mitwirken", so der Minister. Den Breitbandausbau vorantreiben soll die Konzeption eines bundesweiten Infrastruktur-Atlasses, der gemeinsam von Wirtschaftsministerium, Netzagentur, Branchenverband und Industrie konzipiert wurde.
In dem Atlas werden im Detail jene Infrastrukturen aufgeführt, die für den Aufbau neuer Datennetze genutzt werden können: etwa vorhandene Glasfaserleitungen, Leerrohre, Richtfunkstrecken oder Standorte von Funkmasten. Die Datenbank soll die Planung des Breitband-Ausbaus erleichtern und dringend benötigte Synergien schaffen. Beispielsweise wird der Hauptkostenfaktor beim Ausbau der Hochgeschwindigkeitsnetze verringert, die so genannten Grabekosten. Sie entstehen bei Tiefbauprojekten zur Kabelverlegung.
Die Bundesregierung hat sich in ihrer Breitbandstrategie das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2014 drei Viertel aller deutschen Haushalte mit 50-Megabit-Anschlüssen zu versorgen. Um die Ziele der Breitbandstrategie zu erreichen, muss die Industrie mindestens 30 Milliarden Euro investieren. Darin enthalten sind neben der Aufrüstung der Netze auf 50 Mbits auch die Investitionen für die Erschließung der weißen Flecken. Um zumindest jeden zweiten Haushalt mit 100 Mbit/s zu versorgen, sind laut dem Branchverband Bitkom weitere 16 Milliarden Euro notwendig.
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