
Große Kabelfusion offenbar abgeschmettert
Laut einem Pressebericht wird es offenbar in nächster Zeit nichts mit einer großen Fusion unter den deutschen Kabel-Anbietern. Das Kartellamt hält einen Zusammenschluss von Kabel Deutschland, Unitymedia und Co. für problematisch.
Düsseldorf (red) - Deutschlands größter Kabel-Anbieter Kabel Deutschland wollte durch eine Übernahme von Konkurrenten bzw. eine Fusion mit ihnen zu einem bundesweiten Anbieter aufsteigen. Hintergrund: Produkte von Kabel Deutschland gibt es bislang nicht in ganz Deutschland. Auch der Branchenzweite Unitymedia, dessen Produkte nur regional erhältlich sind, stünde einer Lockerung der bisherigen Regeln sehr aufgeschlossen gegenüber.
Das Handelsblatt beruft sich in seinem Bericht vom Montag auf Reguliererkreise und eine Sprecherin des Kartellamts, die eine solch große Fusion für bedenklich halten. Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein bezeichnete es dem Blatt gegenüber als "überholt, dass die Kabelnetzbetreiber in Deutschland regional aufgestellt sind und gegen national agierende Wettbewerber antreten müssen". Die Kabel Anbieter sehen sich dadurch gegenüber Branchengrößen wie der Telekom klar im Nachteil.
Wenig begeistert von der ablehnenden Haltung des Kartellamts und der Regulierungsbehörde sind naturgemäß auch die Investoren hinter den Kabel-Anbietern. Für die Gesellschafter wird ein reibungsloser Ausstieg immer problematischer. Branchenkenner halten deshalb einen Börsengang zumindest von Kabel Deutschland nach der Rezession für ziemlich wahrscheinlich. So könnten sich die Investoren ihren Ausstieg vergolden.
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