
Großbritannien will Breitband-Ausbau durch Steuer finanzieren
Der britische Kommunikationsminister Lord Carter plant eine Internetsteuer. Mit einem jährlichen Betrag von 6 Pfund pro Kunde soll der Ausbau des Breitbandnetzes mitfinanziert werden. Alle Telefonkunden sollen einzahlen.
London/ Manchester (red) – Wie der Guardian berichtete, will der britische Kommunikationsminister Lord Carter via Internetsteuer mit einem jährlichen Betrag von 6 Pfund den Ausbau des Breitbandnetzes mitfinanzieren. Die Steuer soll von allen Bürgern bezahlt werden, die einen Telefonanschluss haben.
Die britische Regierung will, dass bis 2012 auf der Insel jeder eine Breitbandgeschwindigkeit von mindestens 2 Mbit/s nutzen kann. Es wird allenthalben befürchtet, dass vor allem die abgelegenen Teile des Landes bei der nächsten Generation des schnellen Internet übergangen werden, wenn jetzt keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden.
Carter sagte, er wisse, dass eine solche Abgabe den Konsumenten momentan schwer fallen würde, da viele Haushalte finanziell knapp seien. Doch die Wirkung einer Steuer wäre offenbar enorm: Von den geschätzten 2,75 Millionen Haushalten, rund elf Prozent der britischen Haushalte, die derzeit kein schnelles Internet haben, könnten mit Hilfe der Steuer nach Angaben Carters 1,5 Millionen ans Breitbandnetz angeschlossen werden.
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