
Glasfaser-Ausbau: Vorwurf der Klientelpolitik bei Open Access
Ehemalige Weggefährten sind Gegner geworden: Dem Buglas-Verband ist es überhaupt nicht recht, dass der VATM den Glasfasermarkt gerade dort mitgestalten will, wo eigene Mitglieder nicht betroffen sind.
Hamburg (red) - Die Hinwendung des VATM zu einem "Open-Access-Marktkonzept" sei "reine Klientelpolitik", so Dr. Hans Konle, Präsident des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas). Das Bestreben des VATM nach einer erweiterten Regelierung, welches diesem Einfluss auf die Produkt- und Preisgestaltung der einzelnen Unternehmen beschaffe, bekommt dieserseits starke Ablehnung.
"Selbstverständlich ist es richtig, dass sich Unternehmen und Verbände in einem komlpexer werdenen Umfeld beispielweise Gedanken zur technischen Abstimmung der Netze und Dienste machen, so wie es zur Zeit unter Moderation der Bundesnetzagentur auch geschieht", konstatiert Konle, jedoch sei es nicht akzeptabel, "wenn der VATM dabei gerade solchen Unternehmen, die er gar nicht vertritt, Vorprodukte und Preise vorschreiben will." Diese Bestimmungen müsse man in den Händen der Investoren lassen, da diese aus eigenen Interessen für eine hohe Netzauslastung Sorge tragen würden und somit auch bald selbst zu markgerechten Zugangsangeboten tendieren würden.
Die größte Gefahr bei diesem Umstand sei die Unterlassung von Investitionen durch die Unternehmen, die sich lokal und regional am Glasfaserausbau berteiligen. Die Entscheidungen zur Investition seien durch "Zugangs- und Entregulierungen" stark beeinflusst, so Konle weiter. Ein Ausfallen der Finanzen würde den Ausbau von Glasfasernetzen stark einschränken. Laut Buglas verläuft der Glasfaserabbau auch entgegen den Aussagen des VATM zufriedenstellend: "Bis 2014 werden allein durch Buglas-Unternehmen mindestes 1,5 Millionen Haushalte mit Glasfaser versorgt sein."
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