
freenet will sich auf "höherwertige" Kunden konzentrieren
Nach dem Verkauf der SDL-Sparte und der Konzentration des Geschäfts auf Mobilfunk und mobiles Internet erwartet freenet erst mal einen Umsatzrückgang. Das liege auch daran, dass man sich auf "höherwertige" Kunden konzentrieren wolle.
Büdelsdorf (ddp/red) - Das Telekommunikationsunternehmen freenet rechnet 2010 mit einem Umsatzrückgang. Der TecDAX-Konzern führt dies laut dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht 2009 auf einen abzusehenden Preisverfall zurück. Die Zahl der Kunden dürfte ebenfalls zurückgehen, weil sich das Unternehmen auf qualitativ höherwertige Abonnenten konzentrieren wolle. Das Ergebnis vor Steuern solle im laufenden Jahr verglichen zu 2009 aber steigen.
Vorläufige Zahlen für das Gesamtjahr hatte das Büdelsdorfer Unternehmen bereits vor gut einem Monat mitgeteilt. Laut Geschäftsbericht stieg das Konzernergebnis von 111,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 256,5 Millionen Euro. Der Umsatz habe um 31,5 Prozent auf 3,65 Milliarden Euro zugelegt. Dabei stammten über 96 Prozent des Konzernumsatzes den Angaben zufolge aus dem Kerngeschäft Mobilfunk.
Durch die positive Entwicklung des Cashflows im operativen Geschäft sowie infolge der Verkäufe des DSL-Geschäfts und der Strato-Gruppe sei die Nettoverschuldung des Unternehmens um rund 40 Prozent auf 789,8 Millionen Euro gesunken. Die Mitarbeiterzahl sei wegen der Restrukturierung von Geschäftsbereichen sowie Verkäufen von Tochtergesellschaften im Jahresverlauf 2009 um 2861 auf 4394 zurückgegangen.
- Offenbar noch zwei Bieter im Rennen um Strato
- freenet empfiehlt jetzt die DSL-Tarife von 1&1
- USA wollen Voipen übers Handy per Gesetz durchdrücken
- Die Telekom ist offenbar an Strato interessiert
- freenet räumt offiziell Verkaufsabsicht für Strato ein
- United Internet bekommt grünes Licht für den freenet-Deal
- freenet will ab Juli nur noch DSL Komplett vermarkten
- Strato stellt sein DSL-Angebot zum Juli ein
- freenet hofft auf 400 Millionen Euro für Tochter Strato
- freenet-Umbau: Auch Strato soll verkauft werden
Leserumfrage