
freenet-Chef Spoerr wegen Insiderhandels vor Gericht
Eckhard Spoerr soll genauso wie sein Finanzchef Axel Krieger vor vier Jahren Insiderwissen zum Aktienverkauf genutzt und jeweils eine Million Euro damit verdient haben. Die diesbezügliche Anklage vom Januar wurde jetzt zur Hauptverhandlung zugelassen.
Der Chef des Hamburger DSL-Anbieters freenet (www.freenet.de), Eckhard Spoerr, sowie freenets Finanzchef Axel Krieger sollen sich nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" wegen Insiderhandels vor Gericht verantworten müssen. Beiden droht eine Geldstrafe bzw. bis zu fünf Jahre Haft. Wie eine Sprecherin des Hamburger Landgerichts inzwischen bestätigte, sei die Anklage in vollem Umfang zugelassen worden. Einen Termin zur Verhandlung gebe es aber noch nicht.
Die Vorwürfe, die eine freenet-Sprecherin als unbegründet bezeichnete, trifft die freenet-Vorstände zu einem ziemlich ungünstigen Zeitpunkt. Nach wie vor befindet sich Spoerr in einem harten Machtkampf um die Fortführung seines Unternehmens mit den Großaktionären Drillisch und United Internet. Allerdings stammt die Anklage dem Bericht zufolge schon vom Januar dieses Jahres; erst jetzt wird über die Eröffnung der Hauptverhandlung gesprochen.
Wie das "Manager-Magazin" in einer früheren Ausgabe berichtet hatte, wird Spoerr und Krüger vorgeworfen, im Jahr 2004 unter unrechtmäßigen Umständen Aktien aus umgewandelten Aktienoptionen verkauft zu haben. Jeder der beiden soll damit eine Millon Euro Gewinn gemacht haben.
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