
freenet-Chef Spoerr offenbar kurz vor der Absetzung
freenets Großaktionär Permira will einem Zeitungsbericht zufolge den ungeliebten freenet-Chef Spoerr stürzen. Einen Aktionärsaufstand hat Spoerr schon abwehren können, doch diesmal scheint es richtig eng zu werden für den Manager.
Hamburg (red) - Es könnte eng werden für freenet-Chef Eckhard Spoerr, das ewige Stehaufmännchen. Einem Bericht des Handelsblatts zufolge will freenet-Großaktionär Permira Spoerr loswerden. Unter Berufung auf das Umfeld des Investors schreibt die Zeitung, bei Permira sei man "richtig sauer", da sich Spoerr mehrfach den Empfehlungen des Großaktionärs widersetzt habe. Nun suche man "mit Hochdruck" nach einem geeigneten Nachfolger.
Sobald Permira einen geeigneten Kandidaten gefunden habe, solle in einer Hauptversammlung die Absetzung Spoerrs durchgesetzt werden. Spoerr wird neben dem rapide gesunkenen Aktienkurs auch der bislang gescheiterte Verkauf von freenets DSL-Sparte (www.freenet.de) angelastet. Wie es heißt, verlange Spoerr zu viel Geld; diverse Interessenten sind inzwischen abgesprungen. Spannend dürfte die Haltung von United Internet bei einem möglichen Aktionärsaufstand werden. Der Internet-Konzern ist mit 26 Prozent an freenet beteiligt und galt lange Zeit als wahrscheinlichster Käufer der DSL-Sparte.
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