
Finnen haben Recht auf schnelles Internet
In Finnland hat ab sofort jeder Kunde ein Recht auf einen schnellen Breitbandanschluss mit mindestens 1 Mbit/s im Downstream, egal wo dieser wohnt.
Helsinki (afp/red) - Die Finnen sind die ersten Verbraucher der Welt mit einem Recht auf einen schnellen Internetzugang. Am Donnerstag trat die Pflicht in Kraft, jedem Einwohner bei der Übertragung von Daten eine Geschwindigkeit von einem Megabit pro Sekunde zuzusichern, wie das Verkehrs- und Kommunikationministerium in Helsinki mitteilte. Unternehmen müssen nun jedem ihrer Kunden einen modernen Breitbandanschluss liefern, egal wo dieser Kunde wohnt.
Die Voraussetzung für das Recht auf schnelles Internet hatte Finnland im vergangenen Jahr mit einer Neuordnung des Telekommunikationsmarktes geschaffen, laut der ein "ausreichender" Internetzugang ein Universaldienst sein muss - wie auch ein Telefonanschluss oder die Postzustellung. Das Kommunikationsministerium legte nun fest, dass "ausreichend" eine Geschwindigkeit von einem Megabit pro Sekunde bedeutet. Das ist die langsamste DSL-Geschwindigkeit.
- Gemeinde bekommt DSL und Erdgas im Kombipaket
- Hessen: Ausbau des Breitbandinternets mit bis zu 50 Mbits
- DSL auf dem Land: Kritik an Verzögerungstaktik
- Telekom kündigt VDSL erstmals für kleinere Stadt an
- Schnelles Internet: In Sachsen gibt es Nachholbedarf
- Pfälzer Pläne für den Breitbandausbau auf dem Land
- Alternativ-DSL wird jetzt auch auf dem Land schneller
- Unitymedia: Geschwindigkeiten von bis 128 Mbit/s jetzt buchbar
- Alternative Anbieter legen um zehn Prozent zu
- Die Breitbandquote in Thüringen soll steigen
Leserumfrage