
Fast sieben Millionen VoIP-Nutzer in diesem Jahr erwartet
Das Telefonieren per Internet wird von immer mehr Deutschen genutzt. Der Branchenverband BITKOM berichtet, dass im Jahr 2009 die Zahl der VoIP-Nutzer in Deutschland auf etwa sieben Millionen steigen werde.
Berlin (red) - "Die Internet-Telefonie hat sich als Ergänzung und in manchen Fällen auch als Alternative zu den üblichen Formen der Kommunikation etabliert", sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. VoIP (Voice over Internet Protocol = Sprachübetragung per Internet) biete neben günstigen Tarifen auch Funktionen, die in Unternehmen zum Einsatz kommen. Sprachnachrichten, Faxe und E-Mails landen so in einem Posteingang. Für Privatkunden ist VoIP aber auch durch den Wachstum der High-Speed-Anschlüsse interessanter geworden. So kann das normale Telefon direkt an das Modem angeschlossen werden.
Der BITKOM erklärt, worauf Privatnutzer bei VoIP achten sollten.
Um Internet-Telefonie nutzen zu können, ist ein schneller Zugang zum Internet notwenig, entweder per DSL oder Kabel. Je langsamer die Verbindung, desto schlechter wird die Sprachqualität. Per Kopfhörer und Mikrofon (Headset) kann am PC telefoniert werden oder man kauft sich ein spezielles Telefon dass die SIP-Übertragungstechnik unterstützt. Per VoIP-Adapter kann aber auch das alte Telefon weiterhin genutzt werden. Einige Breitband-Modems haben den Adapter schon integriert.
Wie im Festnetz auch, braucht man für Internetgespräche einen Anbieter mit passendem Tarif. Derzeit kann man laut Bundesnetzagentur bei rund 80 Anbietern Verträge abschließen. Für Vieltelefonierer bietet sich eine Flatrate an, ansonsten kann auch ohne Grundgebühr nach Minuten abgerechnet werden. Man sollte darauf achten, dass Gespräche ins Ausland und zu Handys nicht zu teuer sind.
In der Regel kann man seine Telefonnummer mitnehmen oder man bekommt eine neue. Je nach Anbieter ist es die eigene Ortsvorwahl oder eine 032-Vorwahl, oft gelten diese speziellen Vorwahlen nicht als Festnetz und werden anders berechnet. Wer umzieht, kann die Rufnummer bequem überall hin mitnehmen.
Wenn beide oder mehrere Gesprächsteilnehmer beim selben Dienst wie ICQ, Windows Live Messenger, Mac Messenger oder Skype angemeldet sind, können sich diese per Headset kostenfrei miteinander unterhalten. Per Webcam sind sogar Videotelefonate möglich. Gespräche ins Festnetz oder zu VoIP-Anschlüssen sind aber nicht oder nur gegen Gebühren möglich.
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