
EU rügt Internet-Versorgung in Deutschland
Während die deutschen Telekommunikations-Anbieter gern auf ihre "fast bundesweit bzw. in vielen Anschlussstellen verfügbaren" DSL-Anschlüsse verweisen, zeichnet die EU jetzt ein anders Bild. Es gebe noch immer zu viele weiße Flecken.
Düsseldorf (ddp/red) - Nach Einschätzung von EU-Telekommunikations-Kommissarin Viviane Reding hat das Breitband-Netz in ländlichen Regionen noch große Lücken. 12,5 Prozent aller Bundesbürger bleibe der technische Zugang zum schnellen Internet immer noch verwehrt, sagte Reding dem "Handelsblatt". "Diese weißen Flecken müssen weg", betonte die Kommissarin. Ohne schnelles Internet könnten sich keine Unternehmen ansiedeln und die Bürger hätten keinen Zugang zu wichtigen Dienstleistungen etwa im Gesundheitswesen.
Auch insgesamt ist Reding zufolge die Internet-Versorgung in Deutschland unzureichend. Bisher hätten 27,5 Prozent aller Bundesbürger einen Breitband-Anschluss für schnelles Internet abonniert. Damit liege Deutschland nur an neunter Stelle aller Staaten der Europäischen Union. "Deutschland spielt hier nicht die Rolle einer Lokomotive", rügte die EU-Kommissarin, "von der größten EU-Volkswirtschaft würde ich mehr erwarten.
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