
DSL- und Telefonanschluss vom Stromversorger
Einen DSL-Anschluss von Vattenfall und einen Telefonanschluss von E.ON? Viele Verbraucher können sich einer aktuellen Umfrage zufolge vorstellen, DSL oder Telefon von ihrem Energieversorger zu beziehen.
Wiesbaden (red) - Jeder Dritte könnte sich auch vorstellen, einen Telefonanschluss über seinen Energieversorger zu bekommen, jeder Fünfte einen Mobilfunkanschluss. Angebote wie Pay-TV (12,6 Prozent), Versicherungen (10,3 Prozent) und Finanzprodukte (6,5 Prozent) über einen Stromanbieter wahrzunehmen stößt hingegen nur bei wenigen Konsumenten auf Interesse, wie eine aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung Marketing Partner in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut IMR zeigt.
Der Wettbewerb auf dem Energiemarkt gewinnt zunehmend an Dynamik. Stromanbieter stehen damit einerseits vor der Herausforderung, Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln, die dem Kunden einen Mehrwert bieten, die Attraktivität des Kernproduktes Energie steigern und die Wechselbereitschaft senken. Andererseits gilt es, Produkte und Angebote zu entwickeln, mit denen sich neue Wachstumsfelder erschließen lassen.
Vor diesem Hintergrund sollten Energieversorger beispielsweise über Vertriebskooperationen mit Telekommunikationsanbietern nachdenken und neben reinen Stromtarifen auch Kombinationen aus Strom, Internet/DSL, Telefonie etc. anbieten. Damit ließe sich nicht nur die Wechselbereitschaft verringern, sondern auch der Umsatz pro Kunde steigern.
Bisher werde diese Möglichkeit von den Unternehmen jedoch kaum genutzt, "obwohl das Interesse der Verbraucher an solchen Angeboten durchaus besteht, wie die Umfrageergebnisse zeigen. Unternehmen, die zusätzliche Dienstleistungen anbieten - also neben der Lieferung von Strom und Gas auch die Versorgung mit Internet/DSL oder Telefon (und umgekehrt) -, können sich so gegenüber der Konkurrenz einen Wettbewerbsvorteil verschaffen", ist sich Thomas Wiemers, Geschäftsführer des Marktforschungsinstituts IMR Institute for Marketing Research, sicher.
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