
DSL-Gipfel bei der Kanzlerin vorerst ohne Ergebnis
Der gute Wille ist da, doch konkrete Pläne zum Ausbau schneller Internetzugänge auf dem Land fehlen bislang. Das Treffen führender DSL-Anbieter mit der Kanzlerin ging über Absichtserklärungen nicht hinaus.
Berlin (red) - Am Dienstag haben Bundesregierung und Spitzenvertreter der TK-Branche bekräftigt, den Breitband Ausbau in Deutschland gemeinsam voranzutreiben. Die Breitbandstrategie der Bundesregierung wird von der Branche ausdrücklich begrüßt und unterstützt. Die Ziele werden als ambitioniert, aber machbar angesehen. Ein greifbares Ergebnis bleib bei dem Treffen allerdings aus, es blieb bei Absichtsbekundungen.
Gesprächsgegenstand waren insbesondere die Nutzung von Synergien im Infrastrukturbereich, der zügige Ausbau von leitungsgebundenen Technologien sowie die rasche Nutzung zusätzlicher Funkfrequenzen ("Digitale Dividende"). Sowohl im Hinblick auf die Beseitigung weißer Flecken im ländlichen Raum als auch beim Aufbau von Hochleistungsnetzen müsse weiterhin auf Wettbewerb, Technologie- und Anbietervielfalt gesetzt werden. Auch Kooperationen beim Infrastrukturausbau würden Investitionen in Hochleistungsnetze erleichtern.
An dem Treffen im Kanzleramt hatten unter anderem Telekom-Chef René Obermann und Vodafone-Deutschland-Chef Fritz Joussen teilgenommen. Bis Ende 2010 sollen flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse zur Verfügung stehen, bis 2014 sollen 75 Prozent der Haushalte und bis 2018 alle Haushalte Zugang zu Hochgeschwindigkeitsnetzen haben. Die Bundesregierung plant eine Verabschiedung der Breitbandstrategie am 18. Februar 200.
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