
DSL-Ausbau: Telekom-Konkurrenz reagiert verschnupft
Mit deutlichen Worten reagiert VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner auf die am Mittwoch von der Telekom veröffentlichte Aufforderung an die Wettbewerber, ihr Engagement bei der Schließung der weißen Flecken zu verstärken.
Köln (red) - Es bedürfe keiner solchen Aufforderung der Telekom (www.telekom.de) an die Wettbewerber, da diese bis heute mehr als 1.800 unversorgte Gemeinden und Ortsteile meist per Funk ins Netz gebracht hätten und auch weiterhin auf dem Lande äußerst engagiert seien, so Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Telekom-Konkurrenzverbands VATM. Mit dieser Aufforderung und der Behauptung, nahezu allein die Investitionen beim Breitbandausbau auf dem Land zu tragen, verfolge die Telekom strategische Ziele.
Die Ausbaugeschwindigkeit bei der Breitbandversorgung könnte deutlich beschleunigt werden, wenn von Seiten der Telekom Transparenz bezüglich ihrer Ausbaupläne geschaffen würde, merkte Grützner an: "Durch den ständigen Wechsel von Ausbauversprechungen und Ausbauverweigerungen herrscht nach wie vor enorme Verunsicherung – sowohl bei den Bürgermeistern als auch bei den ausbauwilligen Unternehmen."
Zudem berichteten Wettbewerbsunternehmen immer wieder, dass die Telekom genau dann einen Ort ans Breitbandnetz anschließe, wenn ein Wettbewerber kurz vor der Unterschrift zum Ausbau stehe oder diesen gar bereits vorgenommen habe, obwohl die Telekom den Ausbau zuvor abgelehnt habe. Die "sehr wichtige Aufgabe" der flächendeckenden Breitbandversorgung sollte nicht für politische Strategiespiele missbraucht werden, so Grützner abschließend.
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