
DSL: 242.000 hessische Haushalte sind unterversorgt
Die hessische Landesregierung will möglichst schnell ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeits-Internet im gesamten Land einführen. Dazu sollen auch private Anbieter in die Pflicht genommen werden.
Wiesbaden (ddp/red) - Eine gute Breitband-Versorgung sei für die Entwicklung ländlicher Regionen wichtig, betonte Wirtschaftsminister Dieter Posch (FDP) am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden. Für den DSL Ausbau müssten allerdings unterschiedliche Akteure "unter einen Hut" gebracht werden. "Wir wollen da private Anbieter in die Pflicht nehmen", kündigte Posch an. Für diese habe das Land Bürgschaften bereitgestellt.
"Wir sind überzeugt davon, dass ein leistungsfähiges Breitbandnetz ein Standortvorteil hier in Hessen ist", sagte auch der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU, Walter Arnold. Hessen stehe im bundesweiten Vergleich zwar gut dar, dennoch seien im Land 242.000 Haushalte derzeit unterversorgt, betonte Arnold.
Der Opposition gehen die Pläne der Regierungsfraktionen nicht weit genug. "So kann es mit dem Ausbau des Breitbandnetzes in Hessen nicht weitergehen", sagte der SPD-Abgeordnete Michael Siebel. Ziel müsse es sein, bis zum Jahr 2014 in Hessen überall 100-Mbit-Leitungen aus Glasfaser verlegt zu haben, fügte Siebel hinzu.
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