
Diskussion um gemeinsames Kabelnetz erneut angeheizt
Medienberichten zufolge soll Branchenprimus Kabel Deutschland daran interessiert sein, seine Mitbewerber aufzukaufen. Schon vor einigen Wochen hatte auch Unitymedia signalisiert, man werde sich der Idee eines gemeinsamen Netzes nicht entgegen stellen.
München (red) - Erst vor einem guten Monat hatte sich Unitymedia-Eigner Parm Sandhu gegenüber der "Wirtschaftswoche" eindeutig dafür ausgesprochen, die verschiedenen in Deutschland bestehenden Kabelnetze zu einem einzigen zusammenzulegen. Ein gemeinsames Kabelnetz unter einem Dach wäre viel wirtschaftlicher, findet Sandhu. Langfristig sollte es eine nationale Lösung geben. Auch das Angebot will Sandhu verbessern, möglicherweise durch den Kauf der Bundesliga-Fernsehrechte.
Nun wird die Debatte erneut entfacht. So berichtet das "Handelsblatt" aus nicht näher genannten Insiderkreisen, auch bei Kabel Deutschland (www.kabeldeutschland.de), dem größten deutschen Kabelanbieter, sei man fusions- bzw. kaufwillig. Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein wird damit zitiert, "sehr daran interessiert" zu sein, alle deutschen Netze unter (s)einen Hut zu bringen. In der Branche wird nun gemunkelt, dass eventuell sogar das Kartellamt einen solchen Deal durchwinken würde. Ein Argument dafür: die weit verbreitete Kabel-Konkurrenz DSL, für die dann ein weit schärferer Wind wehen würde.
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