
Discounter congstar schreibt offenbar rote Zahlen
Der Telekom-eigene Mobilfunk-Discounter Congstar steckt angeblich tief in den roten Zahlen und soll alle wichtigen Planvorgaben der Bonner Konzernzentrale verfehlt haben. Einem Magazinbericht zufolge sei dies zum vierten Mal in Folge der Fall.
Düsseldorf/Bonn (ddp/red) - Wie die "Wirtschaftswoche" am Samstag vorab unter Berufung auf eine interne Gewinn- und Verlustrechnung meldete, erwartet congstar-Geschäftsführer Alexander Lautz im laufenden Geschäftsjahr nur noch einen Umsatz von 132 Millionen Euro, zu Jahresbeginn waren noch 176 Millionen Euro geplant.
Die verfehlten Umsatzzahlen schlügen voll auf den operativen Gewinn durch. Dem Bericht zufolge schreibt die Telekom-Tochter im vierten Jahr in Folge tiefrote Zahlen. Die operativen Verluste summierten sich allein im aktuellen Geschäftsjahr auf schätzungsweise 38 Millionen Euro. "Seit seiner Gründung hat congstar weit über 100 Millionen Euro verbrannt, ohne dass der Telekom-Vorstand einschreitet", zitiert das Magazin einen Telekom-Manager.
congstar plant laut dem Bericht, erst im Jahr 2013 die Verlustzone zu verlassen und eine schwarze Null im operativen Geschäft zu schreiben. Das Unternehmen brauche einen Umsatz von 230 Millionen Euro, um kostendeckend zu arbeiten.
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