
Dicke Schulden bei drittgrößtem deutschen Kabelanbieter
Deutschlands drittgrößter Kabelanbieter Orion soll einen massiven Schuldenberg angehäuft haben. Die Orion-Tochter Tele Columbus ist vor allem in Ostdeutschland mit Kabel-TV, Internet und Telefondiensten aktiv.
Hamburg (ddp/red) - Wie die "Financial Times Deutschland" (Montagsausgabe) berichtete, hat der von Finanzinvestoren zusammengekaufte Konzern langfristige Verbindlichkeiten von 1,8 Milliarden Euro angehäuft. Über seine Tochter Tele Columbus versorgt das Unternehmen Millionen Haushalte mit Fernsehen, Internet und Telefondiensten, vor allem in Ostdeutschland.
Laut dem Bericht hatten mehrere Investoren unter Führung der britischen Private-Equity-Gesellschaft Aletheia seit 2005 zahlreiche Kabel Anbieter aufgekauft und unter dem Dach Orion zusammengeführt. Nun habe der Konzern Probleme, seine Schulden zu bedienen. Internen Dokumenten zufolge müsse die Dachgesellschaft Escaline allein im ersten Jahresdrittel bei einem Betriebsgewinn von 49 Millionen Euro 77 Millionen Euro Zinsen zahlen.
Mit Blick auf die kritische Lage hätten die Kreditgeber den Rücktritt von Unternehmenschef Robert Fowler gefordert und im Gegenzug ein Schuldenmoratorium angeboten.
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